Unsere Fährteneinsätze

Hier möchte ich allen Interessierten, vor allem den Hessischen Kollegen, meine Arbeit mit einem Fährtenhund in Thüringen vorstellen.

Unsere Hunde arbeiten nach Vorhalten des menschlichen Individualgeruchs eine Fährte der Person aus.  

Fährteneinsatz vom xx.06.2006

 

Ein Kradfahrer soll nach einer Verfolgungsfahrt zu Fuß flüchtig sein.

Ich befand mich in der Nähe und bot den Einsatz des FH an.

Das Krad war auf der Fahrbahn in der xx-Stadt abgelegt. Ich fertigte einen Geruchsträger am Tank und an der Sitzbank. Nach Vorhalten des Geruchs lief der Diensthund ca. 150 Meter bis zu einem Radweg, dort in den Bereich einer Parkbank. Hier kreisselte der Diensthund.

Wie sich später herausstellte, war nicht der Fahrer flüchtig, sondern der Beifahrer. Der Fahrer war zuvor genau an dieser Parkbank durch einen Beamten der Dienststelle gestellt und festgenommen worden.

Da ich den Geruch des Fahrers gesichert hatte, zeigte mir der Diensthund auch die "richtige"  Fährte an. Dies erfuhr ich leider erst lange nach dem Einsatz. Leider Aktion Wasserschlag! Wegens mangelnder Absprachen......

 

 

Der Fährtenhund wird dahingehend ausgebildet, vor jeder zu suchender Fährte auch den Geruch des zu suchenden vorgehalten zu bekommen. Dies erfolgt wie bei den Fährtenhunden der schweizer Behörden mittels eines Geruchsträgers in einem Gefreierbeutel- Dieser wird über denFang des Hundes gelegt. der Hund lernt die Luft aus dem Beutel zu "riechen" und sich den Geruch zu merken.